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Kulturbotschaft Chemnitz Posts

Vom Kopf auf die Füße

Das Thema Bürgerbeteiligung am Kulturhauptstadtbewerbungsprozess steht seit der ersten öffentlichen Diskussion zum Vorhaben Chemnitz 2025 im Raum. Mittlerweile geschehen schon eine ganze Menge toller Aktionen im Kontext der Bewerbung und der Beteiligung der Bürgerschaft. Doch wer keine Informationen aus erster Hand bekommt, weil er nicht in einem Gremium (Programmrat oder Lenkungsgruppe) involviert ist, für den erscheint vieles nicht offensichtlich, was gerade passiert. Das ist schade, denn vieles davon stellt ein echtes Novum in unserer Stadt dar – nicht zuletzt hart erkämpft durch Akteure der freien Kultur mit Unterstützung progressiver Strömungen innerhalb der Verwaltung.

In den kommenden Abschnitten betrachte ich die wichtigsten Organe der Kulturhauptstadtbewerbung hinsichtlich ihrer bisherigen Einbindung der Chemnitzer Bevölkerung und kommentiere Potenziale, Schwächen sowie Stärken.

Kunst / Technik / Leben – und das Wagnis, sie vereinen zu wollen

Ein Essay von Dominik Intelmann

„Chemnitz, Stadt der Moderne“ ist mehr als ein Marketing-Slogan, es ist eine Perspektive, wenn nicht sogar eine Haltung. Die Ausstellung „Moderne 2.0“ auf dem RAW-Festival 2016 griff den Impuls der Moderne auf, jener Epoche am Anfang des letzten Jahrhunderts, welche die Symbiose zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft als ganzheitliche Quelle für die Gestaltung der Zukunft verstand. Der Gestalter Prof. Clauss Dietel formulierte schon im Jahre 2000, dass Künftiges in unserer Stadt ein Vorfühlen und Vordenken zwischen Kultur und Wirtschaft erfordert. Weiterhin verwies er auf neurophysiologische Erkenntnisse, nach denen innovative und kreative Prozesse aus dem dualen Wirkungsprinzip des menschlichen Hirns, rational und emotional vernetzt arbeitend, erwachsen.

Dominik Intelmann verfasste für den Katalog der Ausstellung einen Aufsatz zum Thema Kunst, Leben und Technik. Dieser wird nun auf diesem Blog zum ersten Mal im Internet veröffentlicht.

Der Kopf als Kapital

Gastbeitrag von Jana Mischke

Es steht ein Kopf in unserer Stadt, der für die meisten eigentlich völlig inhaltsleer ist und maximal als Fotomotiv für Touristen taugt. Er prangt auf ein paar kleinen Marketingprodukten der Stadt und soll angeblich irgendwie vielleicht doch oder aber sicher was mit Chemnitz zu tun haben. Dasselbe Spiel mit der Bewerbung als Kulturhauptstadt. Man hört die Leute quasi abwinken: „Haben wir keine anderen Probleme?“